Georgienreise

Georgienreise

Beim 2. Vereinstrip nach Georgien lag der Schwerpunkt diesmal auf dem Kennenlernen
von künstlerischen Institutionen und Projekten. Unsere Freundin Nato hatte in dieser
Hinsicht schon vieles vorbereitet.

So besuchten wir alte Bekannte (z.B. Zaliko, den Künstler, der im georgischen Fernsehen eine beliebte Kindersendung moderierte und der schon 2010 zusammen mit seinem Zwillingsbruder in Erkner an unserem Pleinair teilnahm.)
Er wohnt in einem Haus hoch in den Bergen um Tbilissi.
Der Ausblick war traumhaft.
Zwei Malschulen standen auf unserem Programm.

In der ersten (privat geführt )in Kutaissi hatte man sich auf uns schon lange vorbereitet.
Wir waren überrascht. Unser Erkneraner Wappen war Malobjekt und sogar in Marzipan
auf der Torte.
Das örtliche Fernsehen interviewte uns zum Jugendkunstpreis.
Die ersten Arbeiten für den Wettbewerb gab man uns gleich mit.
In der Kreisstadt Tktibuli ( staatliche Malschule) zeigten uns die Lehrer die in mehreren
Räumen ausgestellten Arbeiten ihrer Schüler. Auch sie wollen am Jugendkunstpreis teil-
nehmen.

Übrigens: Gleich nebenan befand sich das Theater, bei dem gerade Instandhaltungsarbeiten
durchgeführt wurden. Die dort trotzdem probenden Schauspieler gaben für uns spontan
eine musikalische und tänzerische Kostprobe ihres Könnens.

Wir besuchten ein Familienmuseum – eine für uns bisher unbekannte Form eines Museums.
Die Familie des Malers Guram Gagoshidze bewahrt in einer kleinen Ausstellung die Werke
ihres schon verstorbenen Familienoberhauptes. ( Seine Bilder sind aber auch im staatlichen
Museum zu sehen.)

Natürlich erwartete man ein kurzes Statement von uns vor den gezückten Smartphonen.
In Tsinandali gibt es ein stolzes Herrenhaus mit einem wunderschönen Park.
Ehemals von einer adligen Familie erbaut , dient es heute als Museum und für Ausstellungen.
In einem Raum steht sogar ein Bechsteinflügel.

Wir konnten uns eine Ausstellung moderner amerikanischer Kunst ansehen.
Auf unseren Streifzügen durch Tbilissi hörten wir einmal wunderschönen klassischen Gesang.
Neugierig schauten wir vorsichtig in das Haus und wurden spontan herein gebeten.
Eine junge Journalistin nahm gerade Gesangsunterricht bei einer bekannten Opernsängerin.
Wir durften der Probe beiwohnen .Es hat uns sehr gefallen.

Wir besuchten Kirchen, kletterten den Berg hoch oder viele Stufen zur Quelle der Heiligen
Nino herab, besuchten die an der türkischen Grenze gelegene Höhlenstadt Wardsia,
fuhren nach Kachetien ins Weinanbaugebiet, bummelten durch Kutaissi, durften bei unseren Gastgebern helfen, typisch georgische Speisen zuzubereiten…
Am letzten Nachmittag fuhren wir mit der Kabinenseilbahn hoch zur „Mutter Georgia“.
Von hier hat man einen traumhaften Ausblick auf Tbilissi und kann sehen, wie Altes und
Neues architektonisch interessant verbunden wurde.

Im Sommer nächsten Jahres werden wir wieder ein Pleinair in Erkner durchführen.
Da werden wir uns als Gastgeber revanchieren.
Sigrid Riedel